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Fachschaft Mathematik

MuStanG - Mathematik und ihr Stellenwert an Gymnasien

Abschlussbericht 

Seit Oktober 2018 ist der Abschlussbericht unserer Studie fertiggestellt und steht jetzt zur kritischen Analyse bereit.
Am Anfang des Abschlussberichtes finden Sie eine Zusammenfassung der Ergebnisse

Wir freuen uns über Ihre Rückmeldungen.
Senden Sie diese bitte an Mustang@semgym-rw.de

Abstract
Die vorliegende Studie ist eine Langzeituntersuchung von Schülerinnen und Schülern über den Zeitraum vom Eintritt in das Gymnasium bis einschließlich der zehnten Klasse. Ziel ist es, die Notenbiographien und mögliche Brüche darin zu verfolgen und sie mit unterrichtlichen Merkmalen, Arbeits- und Freizeitverhalten in Beziehung zu setzen. Im Mittelpunkt steht dabei das Fach Mathematik, an vielen Stellen werden aber auch die Fächer Deutsch und Englisch betrachtet.

Zu den interessantesten Ergebnissen gehören:

  • Der erste Jahrgang ohne Verbindlichkeit der Grundschulempfehlung (2012/13) sorgte nur für etwa 3% Schülerinnen und Schüler am Gymnasium ohne diese Empfehlung. Zwei Drittel dieser Schülerinnen und Schüler durchlaufen bis Klasse 10 erfolgreich das Gymnasium.
  • Die Mathematiknoten der Schülerinnen und Schüler sind hochgradig instabil, es gibt kaum Kinder, die ihre Note über die Jahre konstant halten. Insbesondere ist mit der Note am Ende der Orientierungsstufe (Klasse 6) eine Prognose schwierig.
  • In Deutsch schneiden Kinder mit Migrationshintergrund schlechter ab, in Mathematik ist dieser negative Effekt sogar noch etwas größer. Der Migrationsstatus der Schülerinnen und Schüler hat insgesamt keinen Einfluss auf die Englischnote.
  • Das Geschlecht hat sehr großen Einfluss auf die Deutsch- und Englischnoten: Mädchen schneiden hier deutlich besser ab. Bei den Mathematiknoten sind im Mittel keine Geschlechtsunterschiede feststellbar.
  • Das Unterrichtsverhalten (Aufpassen und Mitarbeit) und die Herangehensweise an Hausaufgaben (Disziplin und Selbständigkeit) korrelieren sehr stark mit der Mathematiknote. Nachhilfe hat hingegen im Mittel sehr geringen Einfluss auf die Mathematiknote. Etwa dazwischen rangiert die Hausaufgabenhilfe.
  • Die Freizeitgestaltung hat großen Einfluss auf die Leistungen. Multimediale Tätigkeiten, insbesondere der Smartphonegebrauch, korrelieren sehr negativ mit Mathematik- und Deutschnoten (und mit Schulfreude, Hausaufgabendisziplin u. ä.). Lesen und das Spielen eines Instruments zeigen positive Korrelationen.
  • Die Methoden im Unterricht zeigen bemerkenswerte Konstanz über die Schuljahre hinweg, lehreraktive Herangehensweisen überwiegen deutlich. Die unterschiedlichen Methoden haben verschiedenen Einfluss auf die Mathematiknote, es gibt also – je nach Altersstufe – effektive und weniger effektive Unterrichtsformen.

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